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Firefox Zugänglichkeit

Erwähnungen in der Presse

Ende Oktober, kurz nach der Veröffentlichung von Firefox 70, gab es eine gezielte Pressekampagne rund um den Accessibility Inspector in den Firefox Entwicklertools. Im Rahmen dieser tauchte ich mehrfach in der Presse auf.

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Firefox Zugänglichkeit

Verbesserte Tastaturnavigation in den Symbolleisten von Firefox

Seit Firefox 67 ist es möglich, sämtliche Elemente der verschiedenen Symbolleisten des Browsers mit der Tastatur zu erreichen. In Firefox 70 erhielt dies noch einen weiteren Produktivitätsschub. Und so geht’s!

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ARIA Firefox Technik Zugänglichkeit

Wie ich den Bericht zu den Privatsphäre-Schutzmaßnahmen zugänglicher machte

Firefox 70, der im Oktober erschien, enthält als eine neue Funktion einen Bericht zur Aktivitätenverfolgung. Dieser eigentlich sehr grafische Bericht ist auch für die Nutzer von Screen Readern zugänglich.

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Firefox Microsoft NVDA Thunderbird

Erfahrungsbericht: Microsoft Surface Book und Surface Pro 4 mit Windows 10

Ich werde immer wieder von blinden Lesern gefragt, wie denn Windows 10 so sei, ob sich der Umstieg lohnt, ob danach alles kaputt ist o. ä. Auch kommen immer wieder mal Fragen nach geeigneter Hardware. Ich habe daher vor etwa einer Woche die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und sowohl das Microsoft Surface Book als auch das Surface Pro 4 einem Test unter Alltagsbedingungen unterzogen. Hier ist mein Erfahrungsbericht.

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Android Apple ARIA Firefox Microsoft NVDA Zugänglichkeit

Office für Blinde: Altbekanntes und neue Entwicklungen

Ausgelöst durch die am 14.01.2014 erfolgte Ankündigung von Microsoft und GW Micro, den Screen Reader Window-Eyes in Zukunft für Office-Anwender kostenlos zur Verfügung zu stellen, habe ich mich mal umgeschaut, was es im Moment so an gängigen Office-Lösungen gibt und wie zugänglich diese für Blinde sind. Zugängliche Office-Anwendungen sind gerade im beruflichen Umfeld immer noch einer der wichtigsten Faktoren, die über einen Arbeitsplatz oder die Arbeitslosigkeit entscheiden können.

Microsoft Office

Der Branchenprimus ist ganz klar weiterhin Microsoft mit seinem Office-Paket. Dabei bin ich auf eine sehr spannende Entwicklung gestoßen, nämlich Microsofts Abonnement-Modell Office 365. Als Privatanwender bekommt man hier für 10 Euro im Monat oder 99 Euro pro Jahr ein Paket, das ein vollwertiges Office Professional für Windows und Mac enthält sowie Zugang zu den Office Web Apps, die in Microsoft SkyDrive integriert sind als auch zu ihren mobilen Anwendungen für iOS und Android. Man wird stets auf dem aktuellen Stand gehalten. Selbst wenn Microsoft im Abozeitraum also eine neue große Version herausbringt, hat man sofort Zugriff drauf, ohne extra etwas bezahlen zu müssen. Und das beste: man kann es einen Monat kostenlos testen! Wenn man sich also überlegt, dass allein die Home & Student 2013 Edition, die wesentlich weniger Apps enthält, schon 139 Euro kostet und ein vollwertiges Office Pro mit fast 550 Euro zu Buche schlägt, ist das ein echt attraktives Angebot. Und der Clue: man darf das Office auf bis zu fünf Rechnern im eigenen Haushalt installieren, und diese Rechner dürfen Windows-PCs oder Mac-Computer sein. Zusätzlich kann man die Office-Apps auf bis zu fünf mobilen Geräten an einen Account anmelden. Die Web-Anwendungen sind von überall her zugänglich. Selbst ein Office-Streaming-Angebot gibt es: Man streamt es auf einen Rechner, und sobald man die App zumacht, entfernt sie sich wieder, angeblich rückstandsfrei. Das ist aber, je nach Internetverbindung, eine Option, die mitunter recht viel Geduld erfordert. Ich halte Office 365 für die mit Abstand wirtschaftlichste Möglichkeit, ein Office zu nutzen, die es für MS Office heute gibt. (Hinweis: Microsoft bezahlt mich nicht für diese Schwärmerei, und auch sonst bekomme ich von niemandem Geld dafür. 😉 )

Und eben ein solches lokal installiertes Office berechtigt in Zukunft zur Nutzung von Window-Eyes, ohne dies extra erwerben zu müssen. Voraussetzung ist der auch auf deutsch verfügbare Download der Version von der oben verlinkten Webseite. Aber Window-Eyes ist nicht die einzige Lösung, die mit diesem Office läuft. Zur Zeit ist dies Version 2013. NVDA und JAWS machen hier eine ebenso gute Figur. Wer JAWS kennt, weiß, wie gut der Office-Support ist. Und NVDA hat im letzten Jahr verdammt viel dazugelernt, was die Unterstützung von Word & Co. angeht. Da NVDA kostenlos ist, lohnt sich definitiv ein Vergleich! Ich empfand das Arbeiten mit NVDA in Office durchaus als deutlich zuverlässiger und schneller als mit Window-Eyes. Besonders bei der Benutzung einer Braillezeile hinkt WE z. B. sehr, wenn man in Word nur zeilenweise auf und ab navigiert.

Und weil ich in einem anderen Blogbeitrag speziell nach Narrator gefragt wurde: Narrator bietet keine wirklich ernstzunehmende Office-Unterstützung. Es sind keine Features wie das Lesen von Fußnoten, Rechtschreibfehlern im Dokument, Revisionen o. ä. verfügbar. Auch in Excel sieht man quasi gar nichts. Auch aus diesem Grund kommt man also mit einem RT-Tablet nicht weiter, sondern sollte für Windows 8.1 immer ein richtiges Intel-System nehmen, um einen besseren Screen Reader installieren zu können. Weitere Ausführungen finden sich im verlinkten Beitrag.

Unter OS X sieht die Situation leider nicht ganz so rosig aus. Die hier aktuelle Version Office für Mac 2011 hat zwar zugängliche Symbolleisten und Menüs, der eigentliche Dokumentbereich in Word ist mit VoiceOver aber z. B. gar nicht auslesbar. Ein Bearbeiten von Dokumenten ist hier de facto nicht möglich. Outlook geht so leidlich, aber hier muss Microsoft definitiv noch einmal nachbessern!

Die iOS und Android Apps für Office Mobile sind eher keine echten Produktivwerkzeuge für VoiceOver- bzw. TalkBack-Anwender. Unter iOS z. B. ist der Dokumentbereich nicht erfassbar, und Symbolleisten erscheinen und verschwinden quasi nach Belieben. Unter Android kommt man eventuell weiter, wenn man über die SkyDrive-App Word-Dokumente in Googles QuickOffice-App öffnet, da kann man wenigstens was lesen. Unter iOS kann Pages mit Word-Dokumenten umgehen. Mehr dazu weiter unten.

Und jetzt kommt die Überraschung schlechthin: Eigentlich hatte ich mich zuerst gar nicht mit der Webversion von Office beschäftigen wollen, nachdem sowohl Google Docs als auch iWork für iCloud eher sehr traurige Beispiele von Zugänglichkeit sind (siehe unten). Doch wie überrascht war ich, als ich dann doch ein Dokument über SkyDrive erstellte! Die Webversion von Word & Co. ist in sehr vielen Belangen als echt zugänglich zu bezeichnen! Ich testete dies mit Firefox und IE unter Windows 7 und 8.1, sowohl mit NVDA, JAWS und Window-Eyes. Man bekommt sowohl den Text auf der Braillezeile zu lesen, als auch grundlegende Formatierungsinformationen. Die Ribbon-Symbolleisten sind voll zugänglich und sprechen dank der ordentlichen Implementierung von WAI-ARIA mit NVDA zusammen vollständige Informationen, so dass man immer weiß, wo man ist. JAWS und Window-Eyes schwächeln hier etwas, da sie immer nur das im Focus befindliche Element sprechen, nicht aber eventuelle Informationen zur Zugehörigkeit eines Gruppenfeldes. So kann man mit NVDA wunderbar den Übergang von einer Schleife in die nächste mitbekommen, mit JAWS und WE hingegen nicht. JAWS war bei allen Tests mit NVDA fast gleich auf, Window-Eyes hinkte bei allem sehr hinterher. Trotz ausgeschaltetem Browse-Modus wurde vieler Text nicht gelesen oder auf der Zeile angezeigt, der Focus ging oft verloren usw. Der verwendete Browser war hierbei unerheblich. NVDA schwächelte im IE, das Navigieren in Dokumenten ist dort sehr langsam. Die beste Kombination von Screen Reader und Webbrowser für Office im Web sind Firefox und NVDA.

Unter OS X kommt VoiceOver mit Safari mit den Web-Apps von Office nicht wirklich zurecht. Man sieht die erste Zeile oder den ersten Absatz eines bestehenden Dokuments, das Betätigen der Pfeiltasten bewirkt aber nur Schweigen. Nur wenn man selbst was neues hinzufügt, kann man dies eventuell kurzzeitig lesen. Auch VoiceOver spricht in den Symbolleisten nur das aktuelle Element, die Gruppeninformationen werden auch hier nicht gesprochen.

Auf dem iPad ist die Situation sehr ähnlich. Hier habe ich es nicht einmal geschafft, in den Bearbeitungsmodus zu kommen, um eventuell einem Dokument etwas hinzuzufügen. Die Symbolleisten wurden hingegen ähnlich gelesen wie auf dem Mac.

Unter Android wird dem Firefox leider nur eine Dokumentversion zum Lesen und ein Seitenzahlenanzeiger gegeben. Will man die Desktop-Version abrufen, bekommt man die Hauptseite von office.com zu sehen.

Apropos Dokumentenanzeige: Microsoft empfiehlt in seiner Anleitung zur Benutzung der Barrierefreiheitsfunktionen von Office im Web, ein Dokument als PDF zu exportieren und dieses mit dem Adobe Reader zu lesen. Und das ist eine prima Idee, denn Microsoft erzeugt hier standardmäßig ein PDF mit Tags für die Zugänglichkeit. Und die Umsetzung ist ziemlich gut!

Man kann hier also mit Fug und Recht behaupten, dass Microsoft vorbildliche Arbeit abgeliefert haben, was die Zugänglichkeit seiner Office-Lösung für den Webbrowser angeht. Die Tatsache, dass man mit Firefox und NVDA sehr gut klarkommt, heißt, dass andere Hersteller hier noch nachzuarbeiten haben. Wäre das Geschwindigkeitsproblem nicht, würde NVDA im Internet Explorer mit Sicherheit genauso gut mit Office zusammenarbeiten.

Und dass gerade Microsoft hier so gute Arbeit abgeliefert hat, erfüllt mich, der ich seit über sechs Jahren mithelfe, WAI-ARIA zu entwickeln und dabei besonders auf die Benutzung durch Endanwender achte, mit ziemlichem Stolz! Denn nachdem ich neulich über dieses Thema auf englisch bloggte, schrieb ein Kommentator, dass er ähnlich gute Ergebnisse auch mit Firefox und Orca unter Linux erzielen konnte. Nutzt Webstandards, und ihr könnt wahre Wunder bewirken! 🙂

Google Docs

Von diesem Zustand sind Google mit seiner verbreiteten Cloudlösung Docs noch weit entfernt. Auch Google Docs implementiert zwar WAI-ARIA, und die Menüs und Symbolleisten laufen inklusive Tastaturnavigation auch echt OK, das Bearbeiten von Dokumenten ist allerdings ein echtes Problem. Google haben sich dafür entschieden, alle gesprochenen Dinge als sogenannte Live-Region einfach in den Screen Reader zu kippen. Jede Cursorbewegung, jeder Zeilenwechsel und andere Informationen werden als flüchtige Nachricht einfach an die Sprachausgabe gesendet und verpuffen danach im Nirvana. Man kann weder mit der Braillezeile kontrollieren, was man geschrieben hat, geschweige denn mit Cursorrouting im Text navigieren, noch kann man die aktuelle Zeile nochmals vorlesen lassen. Auch das Abfragen von Formatierungsinformationen geht nur, indem man hübsch von Hand in die Symbolleisten wandert und sich die Infos dort zusammensucht oder eine Taste drückt, die ausgewählte Infos einmal an die Sprachausgabe schickt. Ja, man kommt damit vielleicht irgendwie klar, wenn man nur die Sprachausgabe nutzt und sich um Braille nicht schert. Ich finde aber: Schön geht anders!

Apple iWork

Apple haben im vergangenen Oktober bei einer großen Keynote angekündigt, die Office-Anwendungen Pages, Numbers und Keynote, auch unter dem Sammelbegriff iWork bekannt, in Zukunft mit jedem neuen Mac oder iOS-Gerät kostenlos abzugeben. Die Apps waren auch vorher schon nicht mehr teuer. Aber das war schon eine ziemliche Sensation. Gleichzeitig wurden von allen Programmen, die es sowohl für Mac OS X als auch für iOS gibt, neue Versionen veröffentlicht. Die für die Software-Branche lange Wartezeit von fast fünf Jahren seit dem letzten Update der Mac-Version hat sich gelohnt! iWork ist unter OS X Mavericks (unter früheren Versionen läuft diese neue Version nicht) die mit Abstand zugänglichste Office-Lösung. Alle Kritikpunkte, die es bis dahin von VoiceOver-Anwendern gab, wurden beseitigt. So kann man jetzt auch in Pages-Dokumenten Tabellen lesen und erstellen, und seit einem Update aus dem Januar 2014 auch Präsentationen in Keynote selbstständig ablaufen lassen, nicht nur bearbeiten.

Unter iOS waren die Programme ebenfalls schon immer sehr gut, haben aber mit der neuen Version, die ab iOS 7.0 läuft, auch noch einmal richtig zugelegt. Auch hier ist das Erstellen von Tabellen und anderen weitreichenden Formatierungen auf dem iPad voll mit VoiceOver zugänglich, man bekommt in Keynote Infos über Präsentationseffekte o. ä. nicht nur angesagt, sondern kann sie auch bearbeiten, und auch mit dem iPad sind Präsentationen vollständig selbst vortragbar. Auch Numbers, die Tabellenkalkulation, ist wesentlich besser geworden. Alle Programme können mit Microsoft-Office-Dokumenten umgehen, so dass hier ein Austausch möglich ist. Dokumente werden standardmäßig in iCloud gespeichert und sind somit immer auf dem neuesten Stand. Andere Cloud-Dienste werden von der iOS-Version nicht unterstützt, die Mac-Version kann natürlich Dateien auch lokal speichern, z. B. in einem Dropbox-Ordner.

Der PDF-Export erzeugt keine getaggten PDF-Dokumente, und es gibt auch keine Option, dies einzustellen.

Die Webversion von iWork, genannt iWork für iCloud, lernt erst seit einem Update von Mitte Januar 2014 ein wenig Barrierefreiheit. Und auch hier ist das Problem, dass gesprochene Inhalte per Live Region einfach an den Screen Reader gesendet werden. Auch ist die Implementierung bisher sehr rudimentär, aber dass sich was tut, lässt hoffen, dass da noch mehr kommt. Produktiv einsetzbar ist das jedenfalls noch nicht.

OpenOffice und LibreOffice

Die Open-Source-Anwendung OpenOffice und der ebenfalls quelloffene Ableger LibreOffice bieten ein sehr uneinheitliches Bild, was die Barrierefreiheit angeht. Unter Linux mit Orca läuft es anscheinend sehr anständig. Ich hatte in der Kürze der Zeit kein aktuelles Linux zur Verfügung, höre aber eigentlich nur Gutes aus der Community.

Unter Windows ist OpenOffice und LibreOffice bis jetzt, d. h., einschließlich der Version 4.0, nur mit Hilfe der Java AccessBridge nutzbar. NVDA haben viel Zeit investiert, um es halbwegs zugänglich zu machen, andere Screen Reader laufen von Version zu Version mal schlecht, mal weniger gut. Das alles wird sich aber mit der Version 4.1, die sich in Entwicklung befindet, radikal ändern. OpenOffice, und damit vermutlich dann auch LibreOffice, erben nämlich die Implementierung der Zugänglichkeitsschnittstelle IAccessible2, welche eine Fortentwicklung von Microsoft Active Accessibility durch IBM, Mozilla, NVDA und anderen ist. IBM hatte seinerzeit als Referenzimplementierung seine auf einem älteren OpenOffice basierende Suite Lotus Symphony zugänglich gemacht und diesen Code dann später dem OpenOffice-Projekt gespendet. Lotus Symphony gibt es inzwischen nicht mehr bzw. es wird nicht weiterentwickelt, und der Code von damals ist nun endlich soweit aktualisiert und an das aktuelle OpenOffice angepasst, dass es in Version 4.1 zum Release kommt und die Java-Technologie ablöst. Ich habe einen Entwicklersnapshot mit NVDA getestet, und das Teil ging ab wie eine Rakete! Tolle Infos, sehr schnelle Reaktionszeiten, die Braillezeile läuft mit. Sobald das veröffentlicht ist, ist OpenOffice eine echte Alternative zu Microsoft Office unter Windows.

Unter OS X sieht die Situation für OpenOffice leider nicht ganz so gut aus. Die Implementierung für VoiceOver ist zwar vorhanden, aber man hat das Gefühl, dass sie in einer früheren bis mittleren Beta-Phase steckengeblieben ist und sich seit Jahren nichts mehr tut. Es ist relativ instabil, ich hatte bei meinen Versuchen mit mehreren Abstürzen bei einfachsten Aktionen zu kämpfen. Hier ist zu hoffen, dass sich da bald mal wieder ein paar Mac-Entwickler der Situation annehmen und den VoiceOver-Support zu Ende implementieren. Denn auch Pages & Co. tut eine Alternative nur gut! Es gibt unter OS X zwar noch weitere zugängliche Alternativen wie den Nisus Writer Pro. Diese sind aber reine Textverarbeitungen, keine Tabellenkalkulation oder Präsentationssoftware.

Auch OpenOffice und LibreOffice können getaggte PDFs erzeugen. Diese muss man allerdings zunächst in den Optionen zum PDF-Export aktivieren. Standardmäßig ist der PDF-Export also ohne Zugänglichkeit.

Fazit

Unter OS X und iOS kommt man zur Zeit an Apples eigenem Angebot nicht vorbei, wenn man Office-Anwendungen nutzen will oder muss. Voraussetzung ist aber der Einsatz von OS X 10.9 Mavericks und iOS 7.0 oder neuer. Ältere Betriebssystemversionen werden in beiden Fällen nicht unterstützt. Unter Windows ist am Horizont mit OpenOffice und hoffentlich LibreOffice eine echte Alternative zu Microsoft Office zu erkennen. Und im Web besticht ganz klar Microsoft mit seiner wirklich hervorragenden Implementierung von Zugänglichkeitsstandards, die es sogar unter Linux sehr zugänglich machen! Google und Apple haben hier definitiv noch ganz viel Luft nach oben!

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Arbeit Firefox Mozilla Zugänglichkeit

Erscheinungstermin für Firefox 3.0 steht fest!

Der Erscheinungstermin der finalen Version 3.0 von Firefox steht nun fest! Wie der englischsprachigen Ankündigung zu entnehmen ist, wird Firefox 3.0 am kommenden Dienstag, den 17. Juni, veröffentlicht. Wenn Du Interesse hast, beim Aufstellen eines Weltrekords mitzuhelfen, dann besuche diese Seite. Das Ziel ist, den Firefox 3.0 zur am meisten gedownloadeten Software innerhalb von 24 Stunden zu machen.

Bei dieser Ankündigung stelle ich fest, dass ich genauso aufgeregt bin wie diejenigen im Team, die schon dabei waren, bevor die Arbeit am Firefox 3 losging. Ich bin erst seit Dezember 2007 Teil des Teams und habe einige Monate zuvor als Mitglied der Community mitgeholfen. Firefox 3 ist ein echt spannendes Release: Eine komplette Plattform (Linux) wird von der Barrierefreiheit her das erste Mal unterstützt, unter Windows wurden erhebliche Verbesserungen vorgenommen, und auch ansonsten ist das Release mit so vielen tollen neuen Funktionen bestückt, dass dies ein unbedingtes Muss für jeden Firefox-Fan sein sollte! 🙂

Sobald der Firefox 3 zum Download bereitsteht, werde ich dies hier ankündigen!

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Arbeit Firefox Mozilla Thunderbird

Impressionen zur SightCity“ 2008 in Frankfurt

Vom 7. bis 9.05. fand in Frankfurt am Main die SightCity, die inzwischen wohl größte Ausstellung von Hilfsmitteln für Blinde und Sehbehinderte im deutschsprachigen Raum, statt. Die Mozilla Foundation war in diesem jahr erstmalig mit einem Stand vertreten.

Die häufigste Frage, die dem Team am Stand gestellt wurde, war „Was macht denn ein Browser-Hersteller auf einer Ausstellung für Blinde und Sehbehinderte?“ Nun, überrascht hat dies nicht: Während es in den USA, z. B. auf der CSUN Gang und Gäbe ist, dass Hersteller wie Google, Microsoft oder eben auch Mozilla sich dort präsentieren, weil sie engagiert sind, ihre Produkte barrierefreier zu gestalten, ist dies bisher auf deutschsprachigen Messen nicht oder nur sehr selten vorgekommen.

Die Resonanz auf unsere Anwesenheit war sehr positiv. Besucher konnten viel über die Neuerungen im Bereich der Barrierefreiheit des Firefox 3.0 erfahren, wir gaben Tipps zu konkreten Fragen zur Benutzung von Firefox und Thunderbird, wir hatten Besuch von einigen Webdesignern, die ich teilweise auch schon auf der Tagung „Einfach für Alle“ am 06.05. getroffen hatte, und einige Mitbringsel für Freunde und Familie gab es auch.

Die Premiere bei der SightCity ist also gelungen, so dass man uns in Zukunft öfter auf solchen oder ähnlichen Veranstaltungen antreffen kann, wo wir persönlich Rede und Antwort stehen werden.

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ARIA Firefox Qualitätssicherung

Letzter Feinschliff für Firefox 3

Entschuldigt, wenn es hier in den letzten Wochen etwas ruhig war. Ich steckte bis zum Hals in den letzten Feinschliffarbeiten für Firefox 3.0. Wir sind nun, wie man so schön sagt, aus dem Gröbsten raus, so dass ich fürs endgültige Release nur noch eventuell aufkommende Absturz-Fixes oder gravierende Mängel zu beheben erwarte.

Hier einige der sichtbaren Änderungen, die in letzter Zeit noch so erfolgt sind:

  • Bei Grafiken, die einen leeren alt-Text, also "", enthalten, jedoch auch mit einem title-Attribut versehen sind, erzeugt Firefox nun einen Namen für das Accessible der Grafik, der aus dem Inhalt des title-Attribut besteht. Bisher wäre diese Art Grafik als sogenannte dekorative Grafik gemeldet worden, weil eben der alt-Text leer ist. Während sich für JAWS und Window-Eyes-Benutzer hieraus keine Änderung ergeben dürfte, werden Anwender von NVDA und Orca die Änderung sehr wohl bemerken. JAWS und Window-Eyes haben in einem solchen Fall bisher schon selbständig nach einem title-Attribut gesucht und dieses verwendet, wenn es vorhanden war.
  • Das src-Attribut von Grafiken wird jetzt über die Attribute eines Accessibles mitveröffentlicht. NVDA muss dann nicht extra für diese Informationen auf die älteren iSimple*-Interfaces zugreifen, die ursprünglich benutzt wurden, um Informationen zu veröffentlichen, die über MSAA (Microsoft Active Accessibility) hinausgingen. Unser Ziel ist es jedoch, alle Informationen, die bisher über iSimple* zu bekommen waren, auch für IAccessible2 zur Verfügung zu stellen.
  • Bei ARIA gab es noch einige Verbesserungen, so dass bestimmte Arten von Listenfeldern und Menüs jetzt noch besser funktionieren.
  • Unter Linux funktioniert das Dialogfeld „Bibliothek“ jetzt auch in den Baumtabellen richtig.
  • Durch das Auswerten eingesandter Absturzberichte konnten wir noch einige Fehler ausmerzen, die uns bis dahin nicht aufgefallen waren. Die Beta 5 von Firefox 3.0 wird anscheinend deutlich aktiver genutzt als frühere Betas, und diese Absturzberichte helfen uns wirklich, die Stabilität noch weiter zu verbessern. In diesem Zusammenhang eine Bitte: Es gibt im Dialogfeld zum Absenden eines Berichtes ein Kommentarfeld. Falls euch der Firefox abstürzen sollte, und ihr sendet einen Bericht an Mozilla, schreibt bitte einen Kommentar hinein, so dass wir einen Anhaltspunkt haben, wo euch der Absturz passiert ist. Manchmal ist es nämlich nicht ganz einfach, die Ursache für einen Absturz festzustellen, wenn man keinen Anhaltspunkt hat, auf welcher Seite sich der Berichtende befunden hat.
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ARIA Firefox Yahoo! Zugänglichkeit

Yahoo!’s veröffentlicht Menüsteuerelement mit wai-aria-Unterstützung

Yahoo!’s Accessibility-Guru Victor Tsaran hat in diesem Blogeintrag erläutert, wie Yahoo! in seinen angereicherten Steuerelementen jetzt ARIA (Accessible Rich Internet Applications) verwendet, um so komplexe und in HTML normalerweise nicht abbildbare Strukturen wie ein komplettes Menüsystem zugänglich zu machen.

Um das Beispiel ausprobieren zu können, braucht man Firefox 3 Beta 2 und entweder JAWS 8 oder Window-Eyes 6.x. Um zum Beispiel zu gelangen:

  1. Öffne aus dem oben genannten Blogeintrag den Link „New YUI example“.
  2. Wähle in dem Artikel den Link „View example in new window“.
  3. Navigiere mit den Pfeiltasten auf die erste Zeile, die mit „text/html“ beginnt und drücke EINGABE für den Formularmodus bzw. das Äquivalent in Deinem Screen-Reader.
  4. Navigiere Links und Rechts durch die Menüleiste und öffne ein Pulldown-Menü mit Pfeil Runter, wie in einer normalen Anwendung.

Ich habe es gerade selbst ausprobiert, und es hat richtig gut funktioniert. Gute Arbeit!

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Arbeit Firefox Mozilla Zugänglichkeit

Firefox 3 Beta 2 ist ab sofort verfügbar!

Nur 31 Tage nach Erscheinen der Beta 1 von Firefox 3 steht nun die Beta 2 zum Download zur Verfügung. Auch in deutscher Sprache ist diese Beta bereits verfügbar. Zu den für Blinde wichtigen Veränderungen gehört, dass, wenn man mit JAWS auf eine Seite surft, die Ausklapplisten enthält, jetzt wieder wie gewohnt nur der gewählte Eintrag im virtuellen Dokument auftaucht und nicht alle Elemente angezeigt werden. Bei einer Ausklappliste zum Wählen eines Herkunftslandes kann das schon lästig werden…
Unter Windows und Linux wurde einiges an der Menübehandlung verbessert, so dass Screen-Reader jetzt eine wesentlich zuverlässigere Ansage tätigen dürften.

Ein bekanntes Problem ist, dass sich die Liste, die beim Vervollständigen von Adressen im Adressfeld geöffnet wird, als „Menü“ zu erkennen gibt. Dies trifft auch auf das Dialogfeld „Lesezeichen hinzufügen“ zu. An dem Problem wird zur Zeit gearbeitet. Während JAWS 8, NVDA unter Windows und Orca unter Linux damit keine Probleme haben, gerät Window-Eyes leider zur Zeit etwas ins Schleudern. JAWS 9.0 erkennt die Liste beim Autovervollständigen fälschlicherweise sogar als Kontextmenü, was zu einem automatischen Auswählen des ersten gefundenen Eintrags führt. Für Interessierte wird dieser Bug hier (auf englisch) behandelt.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich diese Betaversion anzuschauen und Feedback zu geben!