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Neu gestaltete Twitter iPad App

Die Twitter App fürs iPad hat in den letzten Wochen ein neues Design bekommen. Hier mal die wichtigsten Änderungen und wo man jetzt was wiederfindet.

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Aktuelle iPad-Modelle und ihre Tastaturen

Apple hat in den letzten 12 Monaten seine iPad-Linie ziemlich runderneuert und breit aufgestellt. Für die meisten gibt es auch mehr als eine Tastatur zur Auswahl im Apple Store. Hier mal ein kleiner Überblick.

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Multitasking und Drag And Drop mit VoiceOver

In iOS 11 hat Apple den Funktionsumfang fürs iPad deutlich erweitert. Hier zeige ich zwei der wichtigsten Neuerungen aus Sicht eines Anwenders der Bedienungshilfe VoiceOver.

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Tipp: Die Multitasking-Funktionen des iPad von iOS 9 mit VoiceOver bedienen

Ein Schwerpunkt des gerade erschienenen iOS 9 liegt auf der Erhöhung der Produktivität. Gerade die neueren iPads wie iPad Air 2, iPad Pro und das iPad Mini der vierten Generation bieten hier im Vergleich zu früheren Modellen einige spannende neue Funktionen. Eine ist das Multitasking, also das gleichzeitige Nutzen mehrerer Apps. Wie diese auch mit VoiceOver benutzt werden können, soll dieser Artikel zeigen.

Die Grundlagen

iOS konnte Multitasking, also das gleichzeitige Ausführen von mehreren Anwendungen, schon seit Version 4.0. Seitdem gibt es den App-Umschalter, der mit zweimaligem Drücken der Home-Taste erreicht wird. In iOS 7 kamen dann Hintergrundaktualisierungen hinzu, mit denen Apps ihre Inhalte auf batterieschonende Weise auch dann aktuell halten konnten, wenn sie nicht im Vordergrund waren.

Für iPads unter iOS 9 kommen jetzt noch weitere Modi hinzu: Überblendung (Slide Over), geteilter Bildschirm (Split View) und Bild-In-Bild für Videos. Jeder dieser Modi wird in den folgenden Abschnitten erklärt.

Überblendung

Ein Modus, der neben den oben genannten Modellen auch auf dem iPad Air und dem iPad Mini in der 2. und 3. Generation zur Verfügung steht, ist die Überblendung einer zweiten App über die erste. Die erste App wird abgeblendet, und die zweite legt sich am rechten Bildschirmrand darüber. Man benutzt in diesem Modus ausschließlich die zweite App, um mal eben etwas nachzugucken oder zu kopieren, schließt sie dann wieder und kehrt zur vorigen App zurück, ohne den Kontext zu verlieren.

Diese zweite App nimmt nur etwa 25% des Bildschirms ein und zeigt sich in einer schmalen Variante, die durchaus der Ansicht eines iPhone-Bildschirms entsprechen kann. Mail zeigt in diesem Modus z. B. entweder Ordner, Mails oder eine einzelne Nachricht an und hat oben links eine Zurück-Taste wie man diese vom iPhone kennt.

Man leitet die Überblendung mit VoiceOver ein, indem man auf die Statuszeile tippt und mit drei Fingern nach links streicht. Der VoiceOver-Hinweis für die Statuszeile wurde um einen entsprechenden Satz erweitert. Sehende Anwender wischen einfach von rechts auf den Bildschirm. Da dies mit VoiceOver aber so ohne weiteres nicht möglich ist, gibt es eben diese kontrollierte Art über den Drei-Finger-Wisch nach links über die Statuszeile.

Es wird dann die zuletzt genutzte App eingeblendet, die diesen Überblend-Modus unterstützt, also z. B. Mail, Safari, Nachrichten o. ä. Es steht zu erwarten, dass mit den für iOS 9 angepassten Updates von Apps noch mehr diesen Modus unterstützen werden.

Ist die App, die iOS einblendet, nicht die gewünschte App, kann man den sogenannten Seitenumschalter aktivieren. Dies tut man, indem man mit VoiceOver wieder mit drei Fingern nach links streicht. Jetzt wird eine Liste aller Apps angezeigt, die den Überblend-Modus unterstützen. Einfach durchwischen und mit Doppeltippen die gewünschte App aufrufen. Hier gibt es auch eine Möglichkeit, diesen Seiten-Umschalter wieder zu schließen.

Man arbeitet nun in der überblendeten App genauso wie üblich, halt nur beschränkt auf die rechte Seite des Bildschirms. Der Rest des Bildschirms ist eine große Taste zum Schließen dieser überblendeten App. Nach getaner Arbeit doppeltippt man also einfach darauf und kehrt so zur ursprünglichen Anwendung zurück, um dort weiter zu arbeiten.

Geteilter Bildschirm

Dieser Multitasking-Modus steht nur auf neueren iPad-Modellen zur Verfügung. iPad Air und das Mini der 2. und 3. Generation, sowie noch ältere iPads, bleiben außen vor. In diesem Modus werden zwei Apps nebeneinander angezeigt und können auch gleichzeitig bedient werden. Sie werden entweder im Verhältnis 70:30 oder 50:50 dargestellt. Die primäre App ist immer links und nimmt also entweder 70 oder 50 % der Bildschirmbreite ein. Die sekundäre App nimmt entsprechend 30 oder 50 Prozent der rechten Bildschirmseite ein.

Dieser Modus wird genauso eingeleitet wie der Überblend-Modus im vorigen Abschnitt. Man tippt also mit dem Finger auf die Statuszeile und wischt mit drei Fingern nach links. Jede sekundäre App beginnt ihr Leben also als überblendete App. Auf iPads der neueren Generation kommt allerdings ein senkrecht stehendes Element hinzu, das die überblendete App zur sekundären App machen kann, wenn diese das unterstützt. Dieser Bildschirm-Teiler unterstützt diverse VoiceOver-Aktionen, also durch auf- und abwärts wischen auswählbare Aktionen. Man kann mit ihm die App auf 30 % erweitern, die Liste der unterstützten Apps aufrufen oder die überblendete App wieder schließen. Spielen wir das doch mal an einem Beispiel durch:

  1. Öffnet auf eurem iPad die Mail-App. Sie wird im Vollbildmodus angezeigt.
  2. Tippt mit einem Finger auf die Statuszeile und wischt mit drei Fingern nach links. Es wird entweder die zuletzt verwendete App eingeblendet, die die Überblendung unterstützt, oder die Liste der diesen Modus unterstützenden Apps, falls sich iOS nicht von allein entscheiden kann, welche App die sinnvollste sein könnte. In meinem Fall kommt der Safari sofort rechts in den Vordergrund. Tut er das bei euch nicht, tippt noch einmal auf die Statuszeile und wischt mit drei Fingern nach links, um die Liste der Apps auszuwählen und wählt dort Safari durch Doppeltippen aus.
  3. Der Safari wird nun als Überblendung angezeigt, Mail ist nicht mehr aktiv. Links des Safari-Fensters befindet sich ein senkrechtes Element, das über die gesamte Bildschirmhöhe geht. VoiceOver nennt sie die Seiten-App-Trennlinie. Der VoiceOver-Hinweis dafür ist sehr aufschlussreich: Man soll zum Befestigen von Apps doppeltippen. Außerdem sind Aktionen verfügbar, die man über auf- und abwärts wischen und dann doppeltippen auswählen kann.
  4. Doppeltippt diese Seiten-App-Trennlinie, ohne eine gesonderte Aktion auszuwählen. VoiceOver sagt jetzt so etwas wie: „Mail links. Safari rechts.“
  5. Erforscht den Bildschirm mit dem Finger. Ihr werdet beide Apps in der Aufteilung Mail ca. 70% und Safari ca. 30% finden. Ihr könnt mit beiden Apps interagieren. Ruft z. B. in Safari eine andere Seite auf, kopiert deren Adresse und startet links eine neue Mail, in die ihr diese einfügt. Getrennt werden beide wieder durch die Seiten-App-Trennlinie.
  6. Diese Trennlinie bietet jetzt noch mehr Aktionen. Das Doppeltippen löst die Verankerung wieder, d. h., Safari würde in den Überblendungs-Modus zurückkehren. Eine weitere Aktion, die zur Verfügung gestellt wird, ist, den Seiten-App-Umschalter zu öffnen. Den kennen wir schon, dadurch wird eine andere sekundäre App gewählt, die diesen Modus unterstützt. Weiterhin kann Safari auf die halbe Bildschirmgröße skaliert werden. Das macht genau das: Safari und Mail teilen sich den Bildschirm dann 50:50. Mail sieht dann in jedem Fall aus wie im Hochformat, nicht mehr wie ein etwas verkleinertes Querformat. Und man kann Safari maximieren. Dies macht Safari danach automatisch zur Primäranwendung. Das ist besonders dann praktisch, wenn man merkt, dass man diese eigentlich als sekundäre App gestartete Interaktion länger braucht und mehr Platz des Bildschirms möchte. Und man kann Safari natürlich schließen. Dies würde Mail wieder in den Vollbildmodus zurückführen, in dem wir ja gestartet waren.
  7. Wählt nun die Option „Safari auf halbe Bildschirmbreite skalieren“ aus und doppeltippt. Safari und Mail teilen sich nun den Bildschirm zu je einer Hälfte.
  8. Findet die Seiten-App-Trennlinie und schließt Safari.

Diese Ansicht zweier Programme gleichzeitig ist sehr praktisch, wenn man z. B. für einen Blogbeitrag, eine E-Mail oder ein Dokument viel recherchieren muss und nicht ständig den App-Umschalter bemühen möchte, um z. B. aus dem Web verschiedene Dinge zusammenzusuchen. Safari und eine weitere App gleichzeitig angezeigt zu bekommen und einfach dort hineintippen und los arbeiten zu können ist ein unglaublicher Gewinn an Geschwindigkeit! So zugänglich und genial effizient kenne ich das nicht mal von Desktop-Anwendungen auf Mac oder PC, wo Screen Reader doch irgendwie immer auf das aktuelle Anwendungsfenster beschränkt sind und selbst die Trackpad-Steuerung von VoiceOver einem so etwas nicht ohne weiteres ermöglichen könnte.

Übrigens: Wer sich die Hinweise zur Seiten-App-Trennlinie ganz angehört hat, wird festgestellt haben, dass man diese auch mit doppeltippen und halten hin und her ziehen kann, um die sekundäre Anwendung auf 50% zu skalieren oder gar ganz zu maximieren. Wem’s beliebt, kann gern diese Technik nutzen, die für Sehende übrigens die gängige Methode ist, das zu machen. Ich finde aber die Aktionen dafür praktischer, ich finde das Ziehen von Elementen eher fummelig.

Bild-in-Bild

Zu guter letzt noch der Modus Bild-in-Bild, der genau das tut, was man schon seit längerem aus der Unterhaltungselektronik kennt: Man startet ein Video, z. B. in Safari oder der Videos-App, schaltet auf eine andere App um, und das Video läuft als kleines Bild inklusive Audio im Hintergrund in einer Bildschirmecke weiter. Früher war so etwas z. B. ein zweites Fernsehprogramm, das der Videorecorder aufzeichnete, das man in einer Ecke des Fernsehers mitlaufen lassen konnte, während man eigentlich einen anderen Film schaute.

Während der Videowiedergabe hat man nun neben den Tasten für Zurück, Wiedergabe/Pause und Vorwärts eine neue Taste namens „Bild in Bild“. Aktiviert man diese, verkrümelt sich das gerade laufende Video in einen freien Bildschirmbereich und kann dort jederzeit wiedergefunden werden. Man kann das Video anhalten und schließen oder es wieder ins Vollbild holen. Sehende können es weiterhin skalieren und es auch an verschiedene Stellen des Bildschirms verschieben. Und noch eine gute Nachricht: Auch diese Funktion ist für alle iPads ab iPad Air und iPad Mini 2 verfügbar.

Fazit

Ich hoffe, ihr könnt mit dieser Anleitung das iPad ebenso produktiver nutzen wie ich und erfreut euch in Zukunft noch an weiteren neuen Apps, die diese Möglichkeiten unterstützen! Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels sind bereits Pages, Numbers und Keynote von Apple und ihre Entsprechungen von Microsoft, also Word, Excel und PowerPoint, aufs iPad Air 2 und iOS 9 vorbereitet und im App Store erhältlich.

Viel Spaß!

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Im gesonderten Test: Logitech FabricSkin Keyboard Folio fürs iPad Air

Im letzten Monat testete ich auf diesem Blog diverse Tastaturen fürs iPad Air. Dort streifte ich auch kurz das Logitech FabricSkin Keyboard Folio (Amazon Partnerlink), erwähnte jedoch nur das, was ich aus der Produktbeschreibung und dem Kommentar eines Lesers zusammenbauen konnte.

In der Zwischenzeit stellte mir die Firma Logitech ein solches FabricSkin Keyboard Folio zur Verfügung, so dass ich hier einen gesonderten Testbericht veröffentlichen kann. Ich habe mich dazu entschieden, den Test nicht in den anderen Artikel einzubauen, weil dieser zum einen schon lang genug ist und das Produkt so besonders ist, dass es durchaus einen eigenen Testbericht rechtfertigt.

Wie im anderen Artikel erwähnt, handelt es sich auch beim FabricSkin um ein Folio, das dem iPad Air einen Rundumschutz bietet. Die eine Hälfte besteht aus der Tastatur, die andere aus einem zweigeteilten Rücken für das iPad. Diese Zweiteilung ist eine Falte, die das Aufstellen des iPads auf die Tastatur ermöglicht und auch weiter umgeklappt werden kann, um das iPad auf der Tastatur liegend zu betreiben.

Das iPad wird in zwei Führungsschienen am oberen Ende des Folios geschoben und sitzt dort sicher fest. Die eine Führungsschiene enthält eine Verlängerung des Power-Buttons. Man drückt also auf Material des Folios, nicht auf den durch eine Aussparung heraus guckenden Power-Button des iPads selbst. In meinem Test ließ sich das iPad gefahrlos einsetzen und herausnehmen, ohne dass der Power-Button festhing oder es sonst irgendeine Gefahr einer Beschädigung des iPads gegeben hätte.

Zum Schreiben wird das iPad in eine aufrechte Position gebracht und auf dafür vorgesehene Magneten oberhalb des Tastenfeldes gestellt. Die Magneten halten das iPad an seinem Platz. Man hat also eine genaue Orientierung, wie das iPad stehen muss.

Der Kontakt zwischen der Tastatur und dem iPad sorgt auch dafür, dass die Tastatur überhaupt eingeschaltet wird. Es gibt also keinen Ein-/Ausschalter am Folio. Die rechte Seite der Tastatur enthält lediglich einen Reset-Knopf, der nur mit einem Stift oder Büroklammer gedrückt werden kann, der Micro-USB-Buchse zum Aufladen und einem Taster, der ein neues Bluetooth-Pairing einleitet, wenn man die Tastatur z. B. an einem anderen iPad betreiben möchte. Steht das iPad nicht richtig auf der Tastatur, funktioniert sie auch nicht.

Der zweite Betriebsmodus ist der, dass man das iPad vollständig über die Tastatur klappt. Die Unterseite wird dazu einfach weiter zum Benutzer hin gezogen, die Falz im Rücken des Folios führt einen automatisch in die richtige Position. Das iPad liegt nun, die Tastatur ist ausgeschaltet, und man kann es vollständig per Touchscreen bedienen.

Benötigt man das iPad und die Tastatur nicht oder möchte beides transportieren, klappt man das iPad anders herum über die Tastatur, also so, dass die Folio-Seite nach außen zeigt. Die Führungsschienen, die das iPad halten, und die Vorderseite der Tastatur sind magnetisch und rasten sicher ein. Logitech nennt dies das Secure Lock System. Gleichzeitig wird der Bildschirm des iPads gesperrt, analog zum Zuklappen eines Smart Covers. Will man weiterarbeiten, klappt man das iPad einfach hoch und stellt es wie oben beschrieben auf. Die Tastatur ist innerhalb einer Sekunde betriebsbereit und verbunden.

Kommen wir nun zur Tastatur selbst. Die Tasten sind eindeutig haptisch unterscheidbar und haben einen guten definierten Druckpunkt. Die Tasten und Zwischenräume sind mit einer dünnen Schicht, dem sogenannten FabricSkin, überzogen. Die Schicht ist wasserabweisend. Da es eine komplette Schicht ist, kann die Tastatur auch nicht zwischen den Tasten verschmutzen.

Das Schreibgefühl ist sehr angenehm. Das Schreiben geht flüssig von der Hand. Die Tastatur ist zudem sehr leise. Bis auf ein paar Eigenarten ist die Tastatur eine vollwertige Tastatur. Die Eigenarten betreffen die Tatsache, dass die Feststell- und Tab-Taste fehlen und durch das Drücken der FN-Taste und dem Buchstaben A bzw. Q erzeugt werden. Weiterhin fehlt die Taste mit dem Kleiner-Als- und Größer-Als-Zeichen. Diese werden mit FN und ü bzw. der Plus-Taste + erzeugt. Das Hütchen-Zeichen ^ und das Grad-Zeichen ° werden mit FN und ö bzw. ä erzeugt. Es fehlt eine eigene Ziffernleiste, die Ziffern und Funktionstasten werden in einer Reihe kombiniert, und rechts neben dem Zeichen für die französischen Accent-Zeichen befindet sich die Rückschritt-Taste. Die mit FN und der oberen Leiste ausgelösten Funktionen sind:

  • Escape: Home-Taste, mit FN nicht gesondert belegt.
  • 1: Bildschirm sperren.
  • 2. Siri aufrufen.
  • 3. Nicht belegt.
  • 4. Tastatursprache umschalten.
  • 5. Bildschirmtastatur aus- und einblenden.
  • 6. Nicht belegt.
  • 7. Einen Track zurück.
  • 8. Wiedergabe/Pause.
  • 9. Einen Track vorwärts.
  • 0. Stummschalten.
  • ß: Leiser.
  • Accdent-Taste: Lauter.

Auch mit FN+x, c und v kann man ausschneiden, kopieren und einfügen, und mit FN und den Pfeiltasten links und rechts Text markieren, in den meisten iOS-Apps funktioniert das aber auch mit Umschalt und Pfeiltasten bzw. Cmd+x, c und v.

Die Tastatur ist sehr flach und das Folio insgesamt sehr leicht. An diesem Folio gibt es keinerlei Aluminium-Teile, alles ist Kunststoff bzw. eben das FabricSkin. Die Hülle macht ins gesamt einen sehr strapazierfähigen Eindruck und ist so flexibel, dass sie eventuelle Stöße mit einer leichten Pufferzone rund ums iPad abfängt.

Fazit: Das FabricSkin Keyboard Folio ist ein robuster, leichter und hochwertig verarbeiteter Begleiter fürs iPad Air. An diesem Folio klappert nichts, es lässt sich gut handhaben und bietet dem iPad einen Rundumschutz, der Vertrauen erweckt und der Hand schmeichelt. Die Tastatur macht durch ihre Bauweise einen sehr haltbaren Eindruck, weil sie nicht leicht verschmutzen kann und jederzeit mit einem feuchten Tuch gereinigt werden kann, ohne dass man Angst haben muss, Elektronik zu beschädigen.

Ich kann nur empfehlen, sich bei passendem Budget (der von Logitech empfohlene Verkaufspreis liegt bei 149 Euro) das FabricSkin Keyboard Folio genauer anzuschauen und es in die engere Wahl zu nehmen. Ich habe jedenfalls meinen ständigen Begleiter fürs iPad Air gefunden!

Disclaimer: Ich danke der Firma Logitech fürs Zur-Verfügung-Stellen eines Testgeräts! Die Meinung, die in diesem Blogbeitrag zum Ausdruck gebracht wurde, ist jedoch von dieser Tatsache völlig unbeeinflusst, und ich erhalte auch kein Geld von Logitech für diesen Testbericht.

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Angetestet: Neue iPad-Apps von Heise C’T und Mac & i

Am heutigen 31.07. gab Heise in einer Newsticker-Meldung bekannt, dass die iPad-App für das Magazin Mac & i jetzt in einer völlig neu gestalteten Version 2.0 vorliege. Im Artikel wird unter anderem erwähnt, dass es zwei Ansichten für die Artikel gibt, eine sogenannte interaktive Ansicht und eine dem Layout der Druckvorlage getreue PDF-Ansicht.

Neugierig geworden, lud ich mir die App sogleich auf mein iPad Mini herunter. Die App enthält die Ausgabe 5 von Mac & i gratis zum Ausprobieren.

Und ich war sehr positiv überrascht! Die Artikel, die Artikelübersicht, das Inhaltsverzeichnis, die Einstellungen, alles ist komplett mit VoiceOver zugänglich. Solange man in der interaktiven Ansicht bleibt, die auf HTML basiert, hat man vollen Zugriff auf den Artikeltext. Auf Kästen kann man springen, man kann sogar Links zu anderen Ausgaben folgen, wenn diese ebenfalls heruntergeladen sind.

Damit wird das bisher komplett unzugängliche Magazin auf einen Schlag für blinde und sehbehinderte Leser zugänglich. Heise erwähnt in dem oben verlinkten Artikel, dass sämtliche Ausgaben für diese neue App nachbearbeitet wurden, um für alle die interaktive Ansicht zur Verfügung zu stellen.

Lediglich, wenn man in die PDF-Ansicht wechselt, steht man wie früher als Blinder im Wald. Zum Glück ist der Button für den Wechsel zurück auf die interaktive Ansicht weiterhin verfügbar.

Auch wenn in einem Artikel Videos verlinkt sind, sind diese problemlos aufrufbar. Es startet der in iOS übliche Video-Player, der ja von haus aus zugänglich ist.

Will man mehr als nur die Beispielausgabe lesen, kostet ein Magazinheft als In-App-Kauf 7,99 €. Entscheidet man sich, ein Abonnement abzuschließen, bekommt man für 8 Euro pro Ausgabe (32 Euro für 4 im Jahr erscheinende Ausgaben) die Printausgabe ins Haus geschickt und hat ebenfalls den Zugriff auf sämtliche auch zurückliegenden Ausgaben. Man muss dazu lediglich die bei der Bestellung des Abos erhaltenen Zugangsdaten in die App eingeben.

Auch die C’T als iPad-App verfügbar

Im Newsticker-Beitrag wird erwähnt, dass auch die C’T-App fürs iPad kürzlich in Version 2.0 neu erschien und die beiden Apps im Funktionsumfang angeglichen seien.

Zwar gibt es für die C’T seit Herbst 1998 das kostenlose Abonnement für Sehbehinderte, wenn ich jedoch mal so ehrlich sein darf: Eine in einer Zip-Datei enthaltene lose Sammlung von ASCII-Dateien ist in Zeiten mobiler Konsumierung von Nachrichteninhalten per iPad & Co. nicht mehr zeitgemäß. Ich habe die C’T in den letzten Jahren nur noch sehr punktuell gelesen, weil das Entpacken, herumsuchen im Inhaltsverzeichnis nach interessanten Artikeln, das dann zu erfolgende Aufrufen der entsprechenden ASCII-Datei und das Suchen des Artikelanfangs (wenn es mehrere Artikel pro Datei gibt), mir schlicht und einfach zu mühsam wurden. Auch änderten sich immer wieder mal die Formate, mal gab es Umlaute, dann Entitäten, dann wieder Umlaute, dann Umlaute in mit meinem Mac nur noch nach Konvertierung kompatiblem Format usw., usw., usw. Kurzum: Es nervte! Aber wie heißt es so schön: Einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul, und da es bislang noch keine für uns lesbare Alternativversion gab, sondern lediglich unzugängliche PDFs, habe ich das Abo einfach laufen lassen.

Diese Einstellung änderte sich rapide heute, als ich nach Download der C’T-Magazin-App feststellte, dass sie vom Layout her identisch zur App vom Magazin Mac & i ist. Ich schrieb den Leserservice eine Mail, in der ich fragte, ob es möglich sei, das Sehbehinderten-Abo in eines fürs iPad umzuwandeln, weiterhin ohne die Printausgabe erhalten zu müssen. Die Antwort kam nach ein paar Stunden und beschied, dass dies zur Zeit nicht möglich sei, dass der Vorschlag aber zur Prüfung an die entsprechende Stelle zur Weiterentwicklung des Angebots weitergeleitet worden wäre.

Nun gibt es in meinem Haushalt eine sehende Person, nämlich meine Herzdame, die auch gern mal in Computerzeitschriften schmökert. Ich nahm die Entwicklung daher zum Anlass, uns für die C’T ein Abonnement zu bestellen, und zwar in der Abo-Plus-Variante, in der man eben nicht nur die jährlich 26 Printausgaben, sondern auch den Zugriff auf das iPad-Archiv erhält.

Nach der prompten Freischaltung stand mir das Archiv auch sofort im Kiosk der C’T-App zur Verfügung. Die Artikel aktueller Ausgaben (laut Auskunft eines C’T-Redakteurs alle ab 10/2012) lassen sich genauso lesen wie die bei Mac & i. Einziger kleiner Wermutstropfen: Enthält ein Artikel Tabellen, werden diese noch nicht als HTML-Tabellen ausgezeichnet, sondern entweder als Grafik dargestellt, die natürlich nicht auslesbar ist, oder als unübersichtliches Fließtext- oder Listenkonstrukt, das nicht besonders übersichtlich ist. Eine Grafik unterscheidet sich daher nicht von anderen Abbildungen. Es wäre wünschenswert, die Daten einer solchen Tabelle tatsächlich als HTML-Datentabelle aufzubereiten, so dass die Daten im Zugriff sind. In der ASCII-Ausgabe für Sehbehinderte sind solche Tabellen übrigens einfach von links oben nach rechts unten (im Tabellengitter gerechnet) aneinander gereihte Zeilen. Will man diese vernünftig auswerten, muss man sie z. B. per CSV-Import in Excel importieren. Eine korrekte Umwandlung der zweifellos strukturiert vorliegenden Rohdaten in eine HTML-Tabelle wäre also sehr zu begrüßen!

Zu beachten ist, dass bei weitem nicht alle Ausgaben als HTML-Version vorliegen, sondern nur die Ausgaben ab C’T 10/2012. Ob ältere Ausgaben noch folgen, bleibt abzuwarten. Bei der Menge an Artikeln und Ausgaben (etwa 400) halte ich das jedoch für eher unwahrscheinlich. Man kann also bei der Recherche schon öfter auf unzugängliche PDFs stoßen. Neue Ausgaben sind aber auf jeden Fall auch als HTML-Version verfügbar und somit für unseren Personenkreis lesbar. Wer wie ich auf ein iPad-Abo umstellt, sollte also die alten Ausgaben im ASCII-Format für den Bedarf der Recherche nicht löschen, sondern gut archivieren!

Fazit

Mit Erscheinen der Mac-And-i-App 2.1 wird das Magazin erstmalig für blinde Leser zugänglich. Aktuelle Ausgaben der C’T lassen sich auf dem iPad mit der App deutlich komfortabler lesen als als Lose-ASCII-Datei-Sammlung. Lediglich die Einschränkung, dass Tabellen nicht als HTML-Tabellen, sondern als Vollgrafiken dargestellt werden, ist sehr ärgerlich und ein Umstand, der hoffentlich bald der Vergangenheit angehört! Die Artikel bieten ansonsten einen echten Mehrwert: Verlinkungen, Multimediainhalte wie Videos usw., die mit der ASCII-Ausgabe nie möglich waren.

Als IT-Mensch kann ich nur sagen: Dies ist mal wieder ein riesiger Zugewinn an Zugänglichkeit für blinde und sehbehinderte Leser! Heise haben hier definitiv einen richtigen Schritt gemacht, indem sie die interaktive Version gleichberechtigt neben eine dem gedruckten Layout entsprechende PDF-Variante gestellt haben! Die interaktive Version ist übrigens, wenn verfügbar, die Standardeinstellung, so dass man keine großen PDF-Mengen herunterladen muss, wenn man dies nicht möchte.

Ein riesiges Dankeschön an die Entscheider und Entwickler bei Heise für diese Bereicherung!